110 kV ade: Wofür und wogegen sind wir noch gleich?

ErdkabelforderungIrritierte Fragen haben die jüngsten Meldungen zu Gemeinderesolutionen und unseren Forderungen ausgelöst. Denn teilweise ist der Eindruck entstanden, wir hätten eine Kehrtwende gemacht: Plötzlich soll es die Energie AG sein, die die Stromversorgung blockiert und verzögert, während „110 kV ade!“ Gas geben will. Also jetzt quasi „110 kV hopp“? – Hier kurz und bündig die Klarstellung:

Wieso ist die Energie AG plötzlich an der Leitungsverzögerung schuld?

Die Energie AG hat 2011 eine Freileitung beantragt. Die Behörden waren nicht bereit, die Forderung nach einem Erdkabel zu berücksichtigen. Also blieb seitdem nichts anderes übrig, als die Freileitung rechtlich zu verhindern. Nur insofern konnte man sagen: Sie wollten bauen, wir haben das verhindert. Zuletzt war nur noch ein Bewilligungsverfahren offen. Das allerdings drohte zu scheitern. Daraufhin hat die Energie AG eine neue Front eröffnet (siehe unsere Meldung vom 31. März), die die Gerichte zusätzlich weitere Jahre beschäftigen könnte, um dann wieder am jetzigen Punkt zu landen.

Will „110 kV ade!“ die Leitung nicht mehr verhindern?

Als uns schon im Jahr 2010 klar wurde, dass die technische „Unmöglichkeit“ eines Erdkabels reiner Schwindel ist, haben wir sofort gesagt: Freileitung nein – aber Erdkabel ja. Wir ware nie die, für die „der Strom aus der Steckdose kommt“.

Aber: Dass die Energie AG mit der Freileitung über den erklärten Willen aller Gemeinden, der Bevölkerung und sämtlicher Landtagsabgeordneten aus den beiden Bezirken drüberfährt, das muss nach wie vor verhindert werden. Wo sind wir denn?

Warum sitzt man das nicht einfach aus – wieso jetzt die Eile?

Weil es mit Recht eigentlich allen Beteiligten schon lange reicht. Unsummen an Geld und unendliche Zeit für Gerichtsverfahren. Quälende Unsicherheit für alle, deren Haus, Hof und Grundstück betroffen ist. Unfriede, Zorn und wachsende Politikverdrossenheit (weil die Landesregierung etwas tun könnte, aber sich feige drückt).

Schließlich auch die Stromversorgung: Die Energie AG kalkuliert eiskalt ein, dass Bürgermeister nervös werden, wenn Betriebe im Ort über Stromschwankungen klagen. Auch wenn das nur ganz vereinzelt geschieht: Die Sorge ist verständlich. Darum stehen wir mit unserer Forderung selbstverständlich auch auf Seiten der Wirtschaft und der Gemeinden.

Denn das vorgeschlagene Erdkabel erfüllt denselben Zweck einer sicheren, effizienten und nachhaltigen Stromversorgung. Im Gegensatz zur Freileitung richtet es keinen Schaden an. Es wäre mit gutem Willen in kurzer Zeit im Einsatz. Und es herrschte wieder Frieden und gutes Einvernehmen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.